Theoretisch steht Ihnen die Welt offen. Sie haben heutzutage so viele Wahlmöglichkeiten und Freiheiten. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Sie auch viele Entscheidungen treffen müssen und selbst dafür verantwortlich sind, wie Ihr Leben verläuft. Wer seine Komfortzone verlässt und Neues wagt, wird mit einem glücklicheren Leben belohnt. Wie Sie als Führungskraft Ihre Ängste überwinden und in Ihrem Job glücklicher sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer: Nur wer wagt, gewinnt

Einige Menschen haben ihren Job schon innerlich gekündigt, andere schleppen sich von einem Urlaub zum nächsten oder warten bloß noch auf die Rente: Fakt ist, dass sich viele Menschen mit ihrem Leben einfach arrangiert haben, aber nicht wirklich glücklich sind. Es erscheint ihnen trotzdem bequemer, in diesem vertrauten Trott zu verharren, anstatt etwas Neues zu wagen. Denn es erfordert Mut, seinen eigenen Weg zu gehen und vielleicht nicht zu wissen, was dabei herauskommt. Allerdings lohnt es sich. Denn Menschen, die eingefahrene Pfade verlassen und über sich hinauswachsen, erleben wahre Glücksmomente und Begeisterung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre möglichen Ängste überwinden und sich trauen, mutig zu sein.

Eine gute Führungskraft braucht gesunden Egoismus

Ein gesunder Egoismus ist wichtig, um eine gute Führungskraft sein zu können. Das bedeutet, dass Sie gut für sich selbst sorgen und eine gute Balance zwischen Arbeit und Zeit für sich und wichtige Menschen erreichen. Nur so können Sie auch für andere da sein. Wenn Sie glücklich und zufrieden sind, sind Sie auch angenehmer im Umgang mit anderen Menschen. Sie reagieren empathischer auf Ihre Mitarbeiter und lassen nicht Ihre Launen an ihnen aus. So sind Sie berechenbarer für andere, wirken souverän und selbstsicher. Das schafft Vertrauen. Wenn Sie auf Ihre Gesundheit achten, ist dies ein gutes Vorbild für Ihre Mitarbeiter, ebenfalls für das eigene Wohlbefinden zu sorgen. Ihr gesunder Egoismus kommt also letztendlich allen zugute.

Ängste suggerieren Alternativlosigkeit und führen zu Fehlurteilen

Was Menschen davon abhält, ein glückliches Leben nach ihren Wünschen zu führen, ist Angst. Sie führt dazu, dass sich der Blickwinkel verengt und Menschen das Gefühl haben, dass sie keine andere Wahl haben. Neben elementaren Ängsten wie der Angst zu sterben, zu versagen oder der Angst vor Ablehnung sind Ängste ganz individuell verschieden. Was für den einen ein echtes Problem darstellt, ist für einen anderen ohne Mühe erreichbar. Die gute Nachricht ist: Dort, wo Ihre Ängste, also Ihre aktuellen Begrenzungen, sind, können Sie ansetzen, um sich zu entwickeln. Nur wer sich seinen Ängsten stellt, kann einen Schritt weitergehen. Machen Sie sich bewusst, dass Ängste zu Fehleinschätzungen führen. Sie glauben, dass bestimmt Dinge nicht möglich sind, obwohl Sie es nicht wissen, weil Sie es nie ausprobiert haben. Bevor Sie die Angst lähmt, treten Sie einen Schritt zurück, schauen Sie genauer hin und nehmen Sie sich die Zeit zum Nachdenken.

Strategien für mehr Mut: So überwinden Sie Ihre Ängste

Jeder hat Angst. Es ist nur die Frage, wie ein Mensch damit umgeht. Haben Sie Ihre Ängste im Griff oder lassen Sie sich von Ihren Ängsten beherrschen? Wenn Sie sich noch häufig von Ihren Ängsten leiten lassen, können Sie daran arbeiten, mutiger zu werden. Das passiert nicht über Nacht. Überfordern Sie sich nicht, sondern nähern Sie sich in kleinen Schritten Ihrem Ziel. Versuchen Sie, sich Ihren Ängsten in Etappen zu stellen. Die kleinen Erfolge ermutigen Sie zum nächsten Schritt. Wenn Sie zum Beispiel Angst haben, vor einer größeren Menschenmenge zu sprechen, beginnen Sie mit wenigen vertrauten Personen und erweitern Sie dann später den Kreis auf unbekannte Menschen. Bei derartigen sozialen Ängsten bewährt es sich, nicht zu lange nachzudenken, sondern einfach loszulegen. Je länger Sie zögern, umso mehr können Sie sich vorstellen, was alles schiefgehen könnte. So werden die Ängste immer größer. Ein weiterer Trick ist, sich vorzustellen, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Wenn Sie merken, dass Sie auch für dieses Szenario eine Lösung finden würden, verliert die Angst ihren Schrecken. Was viele Menschen ebenso behindert, sind innere Glaubenssätze, die sie schon seit der Kindheit mit sich herumtragen oder im Laufe des Lebens erworben haben. Das sind bestimmte Rollen, die wahrscheinlich überhaupt nicht mehr der Realität entsprechen. Sind Sie wirklich der Angsthase in der Familie oder der schlechte Redner wie zur Schulzeit? Suchen Sie nach Ihren inneren Glaubenssätzen, die Sie womöglich behindern, und formulieren Sie diese positiv um.

Motivieren Sie sich selbst durch positive Zielvorstellungen 

Bei der Überwindung von Ängsten spielt auch die Motivation eine Rolle. Empfinden Sie es als lohnenswert, etwas zu erreichen, dann werden Sie eher Ihre Ängste überwinden als für etwas, was Ihnen nicht wichtig ist. Konzentrieren Sie sich auf die für Sie wichtigen Dinge. An ihnen können Sie Ihren Mut üben. Wenn das Ziel positiv ist, werden Sie es erreichen wollen. Deshalb ist es gut, wenn Sie sich vorstellen, welch tolles Gefühl es sein wird, wenn Sie Ihre Ängste überwunden haben. Das erhält Ihre Motivation aufrecht. Zudem ist Ihre Einstellung zu Schwierigkeiten wichtig. Hadern und Selbstmitleid bringen Sie nicht voran. Wenn Sie Probleme als Teil des Lebens begreifen, an denen Sie wachsen können, werden Sie schneller in eine proaktive Haltung zurückfinden.

Mut können Sie jeden Tag trainieren. Je mehr Erfolgserlebnisse Sie beim Überwinden Ihrer Ängste haben, umso mutiger werden Sie. Wenn Sie sich kleine Schritte vornehmen, nicht zu lange überlegen, bevor Sie handeln, und sich immer wieder selbst mit positiven Zielvisionen motivieren, werden Sie sich zukünftig nicht mehr von Ihren Ängsten beherrschen lassen.