Sicher kennen Sie den Spruch: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Daran ist sehr viel Wahres. Denn bei einem Neukunden entscheiden die ersten 3 Sekunden, ob der Kunde Sie mag oder nicht.

Die Körpersprache sagt mehr als Ihre Worte

Stellen Sie sich vor, jemand gibt Ihnen die Hand und Sie haben das Gefühl Sie greifen in ein Wattekissen. Sie fühlen Kraftlosigkeit und jetzt haben Sie bereits einen ersten, meist bleibenden Eindruck von dieser Person. Im Gegensatz dazu bekommen Sie einen ganz anderen Eindruck, wenn Ihnen jemand die Hand gibt und Sie das Gefühl haben eine Schraubzwinge schließt sich um Ihre Hand. Vor dieser Person werden Sie Respekt haben.

Und es gibt Experten, die behaupten, dass die Körpersprache im Gegensatz zur verbalen Sprache nur schwer “lügen” kann. Wenn Sie deshalb in der Lage sind, die Körpersprache richtig zu lesen, haben Sie einen großen Vorteil im Umgang mit Ihren Kunden. Was sind nun die wichtigsten körpersprachlichen Signale? Als erstes ist natürlich die Gestik und Motorik zu nennen, auch die Körperhaltung und die Mimik geben Aufschlüsse, ebenso verrät der Blickkontakt einiges über eine Person. Auch das räumliche Verhalten oder nonverbale Laute offenbaren einiges über den Menschen. Und schließlich verrät die Kleidung, die Frisur und Statussymbole weitere Details über Menschen.

Die Körperhaltung

Wenn Sie beim Kunden in der Haltung auftauchen, als hätten Sie gerade an einem Marathonlauf teilgenommen, fallen Sie mit Sicherheit unangenehmen auf. Und wenn Sie einen müden oder gestressten Eindruck erwecken, ist das alles andere als förderlich für einen guten Gesprächsverlauf. Deshalb sollten Sie aufrecht und gespannt sitzen. Wenn es geht, sollten Sie Ihre Gespräche immer im Sitzen führen. Denn im Stehen ist es schwierig, die richtige Distanz zum Gesprächspartner zu finden.

Die Mimik

Die Mimik sagt ganz viel über unseren inneren Zustand aus und der Gesichtsausdruck spiegelt Ihre momentane Verfassung wider. Wenn Sie ausgeglichen, zufrieden und voller Optimismus sind, wird sich das in Ihrem Gesicht zeigen. Sind Sie dagegen mürrisch, unzufrieden und überheblich, werden sich diese Gefühle ebenso auf Ihrem Gesichtsausduck widerspiegeln. Und im Gespräch können Sie sehr leicht erkennen, welche Gefühle Ihr Gegenüber gerade hat, ob er sich freut, ärgert, überrascht, traurig oder unzufrieden ist.

Die Gestik und Motorik

Alle Körperbewegungen, die Sie ausführen, fallen in diesen Bereich. Alleine mit den Händen können Sie ganz viel ausdrücken. Wenn Sie beim Reden die Hände leblos auf dem Tisch liegen haben, machen Sie nicht den Eindruck, dass Sie mit Begeisterung sprechen. Wenn Sie stattdessen die Hände weit öffnen, dann zeigen Sie, dass Sie an einer intensiven Kommunikation interessiert sind. Auch ob Sie sich beim Gespräch ganz weit zurücklehnen, die Hände verschränken oder Sie ganz weit nach vorne rücken und die Arme auf dem Tisch abstützen, sagt viel über Ihre innere Haltung aus.

Der Blickkontakt

Mit den Augen zeigen Sie auch ganz viel über Ihre momentane Befindlichkeit. Wenn der Blickkontakt während des Gespräches immer wieder abreißt, kann es leicht passieren, dass Sie den Kunden einfach verlieren, weil er bereits “abgeschaltet” hat.

Kneift der Kunde stattdessen die Augen immer wieder zu, deutet das darauf hin, dass er Ihnen misstraut oder einfach nicht glaubt. Und wenn die Augen des Kunden immer wieder zur Seite schweifen, dann sind ihm Äußerungen unangenehm und er will nicht darauf antworten. Blickt der Kunde dagegen permanent zu Boden, dann zeigt er damit, dass er Ihnen gar nicht wirklich zuhört.

Das räumliche Verhalten

Die richtige räumliche Distanz beim Sprechen ist wichtig. Gerade wenn Sie einem Kunden zum ersten Mal begegnen, sollten Sie darauf achten, dass Sie ihm nicht zu “nahe” kommen. Das könnte für ihn unangenehm sein und zu einer ablehnenden Haltung führen. Daher sollten Sie beim ersten Treffen eher etwas zurückhaltender sein.

Was die Kleidung, Frisur oder Statussymbole verraten

Stellen Sie sich vor, Sie besuchen einen Handwerksbetrieb und treffen dort den Meister mitten in der Werkstatt. Da wäre es sicher nicht angebracht, wenn Sie im edlen Anzug erscheinen und wie ein Fremdkörper in der Werkstatt stehen. Wenn Sie stattdessen ein Verkaufsgespräch beim Vorstand haben, sollten Sie nicht in Jeans erscheinen, während die anderen Herren im edlen Anzug vor Ihnen sitzen.

Wählen Sie deshalb Ihre Kleidung nach der Zielgruppe, die Sie besuchen. Gleiches gilt natürlich auch für Ihre Frisur oder die Rasur. Auch da sollten Sie beim Vorstandsgespräch nicht mit der Frisur eines Teenies auftauchen oder Ohrringe oder auffälligen Schmuck tragen. Überlegen Sie einfach vor dem Besucht, welcher Kleidungsstil zum Unternehmen und zum Anlass passt.

Was nonverbale Laute aussagen

Wenn Sie lachen, weinen oder schreien, dann sind das nonverbale Laute. Damit unterstützen Sie Ihre Kommunikation und drücken Stimmungen wie Glück, Überraschung, Furcht oder Ärger aus. Aber damit sollten Sie vorsichtig umgehen. Stellen Sie sich vor, Sie sind im Verkaufsgespräch und Sie versuchen gerade den Preis zu rechtfertigen. Da wäre es fehl am Platz, wenn Sie jetzt lachen, denn das würde Ihren Gesprächspartner auf jeden Fall verunsichern.

Fassen wir noch einmal zusammen: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Treten Sie deshalb selbstsicher auf und senden Sie starke Körpersignale aus und treten Sie mit der Körperspannung eines Siegers auf.